Bergbaudenkmal
Quelle: Mechernich.de | pp/Agentur ProfiPress (27.10.2008)
Strempt hat jetzt ein Bergbaudenkmal
Wulf-Dietrich Simon, Strempter Ortsvorsteher und Mitglied der „Gruppe Spatenstich“, war sichtlich stolz auf das neue Bergbaudenkmal in Strempt. Foto: Gunnar Tameer Eden/pp/Agentur ProfiPress
„Gruppe Spatenstich“ hält Bergbauvergangenheit des Eifeldorfes lebendig – Kindergarten in „Glück Auf“ umbenannt – Eifeldekan Erik Pühringer segnete Erinnerungsstätte ein
„Unser Kindergarten heißt ab heute »Gück-Auf-Kindergarten«“, verkündete der Mechernicher Ratsherr und Strempter Ortsvorsteher Wulf Dietrich Simon sichtlich stolz, als er am vergangenen Samstag das Bergbaudenkmal in Strempt mit einweihte. Simon ist auch Mitglied im Verein Spatenstich, der dafür sorgt, dass die Bergbau-Vergangenheit in Strempt nicht in Vergessenheit gerät.
Beim Festumzug von der Pfarrkirche zum Strempter St. Rochusplatz gingen auch die Männer der St.-Barbara-Bruderschaft mit. Foto: gte/pp1200 Stunden haben die rührigen Bergbaufans damit verbracht, am St.-Rochusplatz ein Bergbaudenkmal zu errichten.
Beim Aktionstag am Samstag enthüllte die „Gruppe Spatenstich“ dann die Lokomotive mit Lore, das Herzstück des Denkmals. Auch wenn dies eine Torflok aus Norddeutschland ist: Genau der Typ tat auch unter dem Bleiberg seinen Dienst. In liebevoller Kleinarbeit restaurierten und lackierten die Spatenstich-Mitglieder das Zuggerät und stellten es auf ein Gleisstück.
Begeistert von der historischen Lok des Bergbaudenkmals sind die Kinder vom Strempter Kindergarten, der fortan „Glück-Auf-Kindergarten“ heißt. Foto: gte/pp/Agentur ProfiPressDer Eifeldekan und Mechernicher Pastor Erik Pühringer segnete das Denkmal ein und erinnerte auch an die vielen Bergleute, die unter Tage ihr Leben gelassen haben. Zuvor hielt er eine Messe in der gut gefüllten Strempter Pfarrkirche, die keinen Turm hat – denn wegen der vielen Bergbaustollen unter dem Ort Strempt wäre die Einsturzgefahr zu groß. Danach ging es in einem Festumzug mit Fackelschein zum neu gestalteten Rochusplatz.
Begonnen hatte der Strempter „Bergbautag“ mit einer geführten Wanderung durch das Bergschadensgebiet, in dem man die Abbautätigkeiten, die schon seit der Zeit der Kelten am Bleiberg nagten, immer noch gut erkennen kann.
Rund 16 000 Euro hat das Denkmal gekostet, 2 000 Euro hat die Gruppe Spatenstich aus eigener Tasche beigetragen. Auch der Förderverein des Mechernicher Bergbaumuseums und die St. Barbara-Bruderschaft beteiligten sich und spendeten alte Arbeitsgeräte der Bergarbeiter.
Die Messe zum „Bergbautag“ zelebrierte Eifeldekan Erik Pühringer in der Strempter Pfarrkirche. Weil ganz Strempt durch den Bergbau unterminiert ist, hat die Kirche keinen Turm – der Einsturzgefahr wegen.